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Deutsche Rechtschreibung auf dieser Homepage

Verfasser: Otto Praxl

50 Jahre lang schrieb ich so, wie ich die Rechtschreibung in der Schule gelernt habe. Dann kamen um die Jahrtausendwende die "Rechtschreibexperten" und krempelten alles um.

Eine gewisse Reform hatten die Rechtschreibregeln ja nötig, aber was bei der staatlich verordneten Rechtschreibreform herauskam, ist ein Chaos. Schulbücher wurden voreilig gedruckt, mussten dann zwischendurch nach einer Minireform der Reform neu gedruckt werden und waren nach der erneuten Revision der Reform wertlos. Manche Zeitungs- und Zeitschriftenverlage schrieben sofort nach den neuen Rechtschreibregeln, andere wieder wollten erst später die neuen Regeln anwenden.

Trotzdem ist die Rechtschreibreform nicht in allen Teilen schlecht. Manche Änderungen waren überfällig und haben wirklich zur Bereinigung geführt. Andere neue Regelungen sind unsinnig, man sollte sie nicht anwenden.

Grundsatz jeder schriftlichen Äußerung ist, dass die geschriebene Sprache eindeutig und unmissverständlich ist. Das gilt auch für die deutsche Literatur, die nun nicht umgeschrieben wird. Die Werke von Goethe, Schiller, Heinrich Heine und vieler anderen deutschen Dichter bleiben so, wie sie geschrieben wurden. Sie haben schon mehrere Rechtschreibreformen überlebt und wurden bei Neuauflagen nur minimal angepasst.

Ich schreibe so, wie es meinem gesunden Sprachempfinden entspricht. Ich muss ja keine Prüfung mehr ablegen und mich nicht mehr um eine Stelle bewerben, wo meine Deutschkenntnisse, die meist an der Rechtschreibung gemessen werden, wichtig wären.

Und wenn sich jemand über meine eigenwillige Rechtschreibung aufregen sollte, kümmert es mich auch nicht. Natürlich unterlaufen mir auch Fehler, die ich selbstverständlich korrigiere, wenn ich sie entdecke.

Bei E-Mails schicke ich manchmal im Eifer des täglichen Ablaufs auch haarsträubende Fehler an den Adressaten. Wer hat noch keine Fehler weggeschickt? Wichtig ist, dass der Empfänger versteht, was gemeint ist.

Dem Leser wird empfohlen, die neuen Rechtschreibregeln gedruckt oder auf CD zu erwerben und zu studieren. Jeder sollte aber so schreiben, wie es ihm sein gesundes Sprachempfinden gebietet, Rechtschreibregeln hin, Rechtschreibregeln her.

Anstatt den Kindern in der Schule Rechtschreibregeln einzupauken, sollte man ihnen ein gesundes Sprachempfinden vermitteln, damit sie den Sinn des Geschriebenen eindeutig verstehen, dann ergeben sich die Regeln von selbst.

Otto Praxl

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Erstveröffentlichung dieses Beitrags am 13.01.2007 hier auf dieser Homepage.

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